
Das perfekte Match
Das wissen wir alle: Brettspiele sind viel mehr als nur Pappe, Karten und Pöppel. Ein Spieleabend lebt von den Mitspielenden, aber wie sieht die perfekte Mitspielerin oder der perfekter Mitspieler aus? Darum geht es in #BG2Gether im August 2025 ...
Was bringt deine perfekte Mitspielerin oder dein perfekter Mitspieler charakterlich mit?
Das perfekte Match ist für mich ein Spielpartner, der es schafft eine Atmosphäre entstehen zu lassen, die es allen erlaubt thematisch in das Spiel einzutauchen - sei es die Segelschiffära im 17. Jahrhundert, ein Ausflug auf einen heißen Wüstenplaneten, oder die düstere Welt von Arkham Horror. Dabei geht es nicht um Schauspielerei sondern um ehrliche Begeisterung, etwas Fantasie und die Neugier sich ganz auf ein Thema einzulassen. Nur so verwandeln sich Brettspiele zumindest für mich in ein immersives Spielerlebnis, was auch nachwirkt. Kurz gesagt muss ich das Spiel mit meinem Gegenüber erleben können. Wenn das stimmt ist schonmal viel gewonnen und Sachen wie z. B. eine ausgewogene Balance zwischen Ehrgeiz und Gelassenheit oder auch Alphaspielertendenzen werden dann eher nebensächlich. Punkte auf die ich im nächsten Abschnitt eingehe kommen dann in der Regel gar nicht erst auf.
Wie verhält sich dein persönlicher Albtraum am Spieltisch?
Albtraum ist vielleicht etwas zu viel gesagt, aber es gibt schon einige Dinge, die ich bei einer Spielpartie ablehne und dann auch gerne mit einem bissigen Spruch kommentiere, wie z. B.:
- ständig auf das Handy schauen und dann nicht wissen, wo das Spiel gerade steht (Oh, bin ich dran?)
- um jeden Preis gewinnen zu wollen und - sofern es das Spiel zulässt - unfair zu spielen
Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass sowas noch nie zu einem Spielabbruch geführt hat. In allen Spielrunden die ich bisher gespielt habe, waren das für alle ungeschriebene Regeln. Für mich ist das einfach allgemeine Höflichkeit. Schwieriger ist da schon das Thema Alphaspieler bei kooperativen Brettspielen. Im Idealfall reguliert eine Spielgruppe, dass alle gleichberechtigt an einer Entscheidungsfindung beteiligt sind, was aber natürlich nicht immer gelingt.
Hattest du bereits Spielbegegnungen, die du bereust, oder welche, von denen du heute noch schwärmst?
Nein, zumindest nicht direkt. Es gab sehr viele gute Spielbegegnungen, besonders, wenn Spiele aus dem Regal gezaubert werden, die lange nicht mehr auf dem Tisch waren und dann entsprechend mit der gleichen Gruppe wieder gespielt werden.
Es gibt aber einige wenige Spieleabende, über die ich mich dann doch im Nachhinein geärgert habe. Dann lag es immer daran, dass die ganze Gruppe nach den falschen Regeln gespielt ein. Ein Beispiel dafür ist Abgrundtief. Unsere Gruppe hat sich auf den Spieleabend gefreut und war eigentlich gut vorbereitet. Nach der ersten Runde kam uns das Spiel "relativ" einfach vor. Grundsätzlich nicht schlimm, aber zur Sicherheit haben wir nochmal die Regeln zum Triggermechanismus der Monster gelesen - alles ok, also auf in die nächste Runde. Fazit: ein schöner Abend mit knapp 7 Stunden Spielzeit und zwei gewonnenen Partien.
Am nächsten Tag habe ich mir das Regelheft nochmal vorgenommen und den Fehler gefunden: die Monster triggern nicht nach jeder Runde sondern nach jedem Spielerzug (also 4x so häufig). Darüber habe ich mich tatsächlich noch ein paar Tage geärgert - 7 Stunden falsch gespielt :-(.
Wie ist es bei euch? Wie sieht euer Albtraum am Spieltisch aus? Schreibt es gerne unten in die Kommentare oder lest direkt weitere spannende Meinungen zum Thema hier:
- Analog rockt: analog-rockt.de/abgeschweift/bg2gether-eine-frage-der-gesellschaft
- Auf den Tisch: youtu.be/SPAJrKbUkJo
- Brettspielgalaxie: brettspielgalaxie.podbean.com/e/die-mitspielenden-und-wir
- Spielstil: spielstil.net/blog-post/bg2gether/charakterfrage-am-spieltisch
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